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1
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Kannitverstan
Ein deutscher Handwerksbursche (учень ремісника) aus der kleinen Stadt Tuttlingen im Süden Deutschlands kam nach Amsterdam. Er sah in dieser großen und reichen Stadt viele schöne Häuser, große Schiffe und reiche Geschäftsleute. In einer Straße sah er ein großes und schönes Haus. So ein Haus hat er noch nie in seinem Leben gesehen. Lange sah er mit Verwunderung (з подивом) auf dieses teure Gebäude mit sechs Kaminen (димарями) auf dem Dach und schönen Blumen vor hohen Fenstern. Die Fenster waren größer als die Tür im Haus seines Vaters. Er fragte einen Vorübergehenden (перехожого): «Guter Freund, können Sie mir bitte sagen, wie der Herr heißt, dem dieses wunderschöne Haus gehört?» Der Mann aber verstand die deutsche Sprache nicht und sagte kurz: «Kannitverstan!» und ging weiter. Auf Holländisch bedeutete das so viel wie «Ich kann Sie nicht verstehen». Aber der Junge glaubte, dass das der Name des Hausbesitzers (власника будинку) war. «Das muss ein sehr reicher Mann sein, der Herr Kannitverstan», dachte er und ging weiter.
Nach einiger Zeit kam er an den Hafen (порт). Da standen sehr viele Schiffe, und er betrachtete sehr lange den Hafen und die Schiffe, bis er endlich ein großes Schiff sah. Dieses Schiff war vor kurzem aus Ostindien gekommen und man lud es eben aus (його саме розвантажували).Schon standen ganze Reihen von Kisten (ряди ящиків) am Lande. Noch immer holte man mehrere Fässer (бочки) voll Zucker und Kaffee, voll Reis und Pfeffer heraus. Als der Junge lange zugesehen hatte, fragte er endlich einen Mann, der eben eine Kiste aus dem Schiff heraustrug, wie der Besitzer des Schiffes heißt. «Kannitverstan!», war die Antwort. Da dachte er: «Kein Wunder.(Воно й не дивно)» Wem das Meer solche Reichtümer (багатства) bringt, der kann schöne Häuser bauen lassen.»
So ging der Junge wieder zurück und dachte, was er für ein armer Mensch unter so vielen reichen Leuten in der Welt ist. Da kam er um eine Ecke und sah einen großen Leichenzug(похоронну процесію). Vier schwarze Pferde zogen einen schwarzen Leichenwagen langsam und traurig. Viele Freunde und Bekannte des Verstorbenen(померлого) folgten nach. Der Junge blieb mit dem Hut in den Händen stehen, bis alles vorüber war (вся процесія пройшла). Er fragte den Letzten vom Zug: «Das war wohl ein guter Freund von Ihnen. Wie hieß er?» — «Kannitverstan!», war die Antwort. Da fielen dem Jungen ein paar große Tränen (сльози) aus den Augen, und es wurde ihm schwer und dann wieder leicht ums Herz. «Armer Kannitverstan», rief er aus, «was hast du nun von deinem Reichtum? Was auch ich bekomme: ein Grab (могила) und von allen deinen Blumen vielleicht einen Rosmarin auf die kalte Brust (груди).»
Und wenn er wieder einmal meinte, dass so viele Leute in der Welt so reich sind und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein schönes Haus, an sein reiches Schiff und an sein enges Grab.
Nach Johann Pefer Hebel
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Der Handwerksbursche stammte aus …
Kannitverstan
Ein deutscher Handwerksbursche (учень ремісника) aus der kleinen Stadt Tuttlingen im Süden Deutschlands kam nach Amsterdam. Er sah in dieser großen und reichen Stadt viele schöne Häuser, große Schiffe und reiche Geschäftsleute. In einer Straße sah er ein großes und schönes Haus. So ein Haus hat er noch nie in seinem Leben gesehen. Lange sah er mit Verwunderung (з подивом) auf dieses teure Gebäude mit sechs Kaminen (димарями) auf dem Dach und schönen Blumen vor hohen Fenstern. Die Fenster waren größer als die Tür im Haus seines Vaters. Er fragte einen Vorübergehenden (перехожого): «Guter Freund, können Sie mir bitte sagen, wie der Herr heißt, dem dieses wunderschöne Haus gehört?» Der Mann aber verstand die deutsche Sprache nicht und sagte kurz: «Kannitverstan!» und ging weiter. Auf Holländisch bedeutete das so viel wie «Ich kann Sie nicht verstehen». Aber der Junge glaubte, dass das der Name des Hausbesitzers (власника будинку) war. «Das muss ein sehr reicher Mann sein, der Herr Kannitverstan», dachte er und ging weiter.
Nach einiger Zeit kam er an den Hafen (порт). Da standen sehr viele Schiffe, und er betrachtete sehr lange den Hafen und die Schiffe, bis er endlich ein großes Schiff sah. Dieses Schiff war vor kurzem aus Ostindien gekommen und man lud es eben aus (його саме розвантажували).Schon standen ganze Reihen von Kisten (ряди ящиків) am Lande. Noch immer holte man mehrere Fässer (бочки) voll Zucker und Kaffee, voll Reis und Pfeffer heraus. Als der Junge lange zugesehen hatte, fragte er endlich einen Mann, der eben eine Kiste aus dem Schiff heraustrug, wie der Besitzer des Schiffes heißt. «Kannitverstan!», war die Antwort. Da dachte er: «Kein Wunder.(Воно й не дивно)» Wem das Meer solche Reichtümer (багатства) bringt, der kann schöne Häuser bauen lassen.»
So ging der Junge wieder zurück und dachte, was er für ein armer Mensch unter so vielen reichen Leuten in der Welt ist. Da kam er um eine Ecke und sah einen großen Leichenzug(похоронну процесію). Vier schwarze Pferde zogen einen schwarzen Leichenwagen langsam und traurig. Viele Freunde und Bekannte des Verstorbenen(померлого) folgten nach. Der Junge blieb mit dem Hut in den Händen stehen, bis alles vorüber war (вся процесія пройшла). Er fragte den Letzten vom Zug: «Das war wohl ein guter Freund von Ihnen. Wie hieß er?» — «Kannitverstan!», war die Antwort. Da fielen dem Jungen ein paar große Tränen (сльози) aus den Augen, und es wurde ihm schwer und dann wieder leicht ums Herz. «Armer Kannitverstan», rief er aus, «was hast du nun von deinem Reichtum? Was auch ich bekomme: ein Grab (могила) und von allen deinen Blumen vielleicht einen Rosmarin auf die kalte Brust (груди).»
Und wenn er wieder einmal meinte, dass so viele Leute in der Welt so reich sind und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein schönes Haus, an sein reiches Schiff und an sein enges Grab.
Nach Johann Pefer Hebel
3
Der Bursche kam nach…
Kannitverstan
Ein deutscher Handwerksbursche (учень ремісника) aus der kleinen Stadt Tuttlingen im Süden Deutschlands kam nach Amsterdam. Er sah in dieser großen und reichen Stadt viele schöne Häuser, große Schiffe und reiche Geschäftsleute. In einer Straße sah er ein großes und schönes Haus. So ein Haus hat er noch nie in seinem Leben gesehen. Lange sah er mit Verwunderung (з подивом) auf dieses teure Gebäude mit sechs Kaminen (димарями) auf dem Dach und schönen Blumen vor hohen Fenstern. Die Fenster waren größer als die Tür im Haus seines Vaters. Er fragte einen Vorübergehenden (перехожого): «Guter Freund, können Sie mir bitte sagen, wie der Herr heißt, dem dieses wunderschöne Haus gehört?» Der Mann aber verstand die deutsche Sprache nicht und sagte kurz: «Kannitverstan!» und ging weiter. Auf Holländisch bedeutete das so viel wie «Ich kann Sie nicht verstehen». Aber der Junge glaubte, dass das der Name des Hausbesitzers (власника будинку) war. «Das muss ein sehr reicher Mann sein, der Herr Kannitverstan», dachte er und ging weiter.
Nach einiger Zeit kam er an den Hafen (порт). Da standen sehr viele Schiffe, und er betrachtete sehr lange den Hafen und die Schiffe, bis er endlich ein großes Schiff sah. Dieses Schiff war vor kurzem aus Ostindien gekommen und man lud es eben aus (його саме розвантажували).Schon standen ganze Reihen von Kisten (ряди ящиків) am Lande. Noch immer holte man mehrere Fässer (бочки) voll Zucker und Kaffee, voll Reis und Pfeffer heraus. Als der Junge lange zugesehen hatte, fragte er endlich einen Mann, der eben eine Kiste aus dem Schiff heraustrug, wie der Besitzer des Schiffes heißt. «Kannitverstan!», war die Antwort. Da dachte er: «Kein Wunder.(Воно й не дивно)» Wem das Meer solche Reichtümer (багатства) bringt, der kann schöne Häuser bauen lassen.»
So ging der Junge wieder zurück und dachte, was er für ein armer Mensch unter so vielen reichen Leuten in der Welt ist. Da kam er um eine Ecke und sah einen großen Leichenzug(похоронну процесію). Vier schwarze Pferde zogen einen schwarzen Leichenwagen langsam und traurig. Viele Freunde und Bekannte des Verstorbenen(померлого) folgten nach. Der Junge blieb mit dem Hut in den Händen stehen, bis alles vorüber war (вся процесія пройшла). Er fragte den Letzten vom Zug: «Das war wohl ein guter Freund von Ihnen. Wie hieß er?» — «Kannitverstan!», war die Antwort. Da fielen dem Jungen ein paar große Tränen (сльози) aus den Augen, und es wurde ihm schwer und dann wieder leicht ums Herz. «Armer Kannitverstan», rief er aus, «was hast du nun von deinem Reichtum? Was auch ich bekomme: ein Grab (могила) und von allen deinen Blumen vielleicht einen Rosmarin auf die kalte Brust (груди).»
Und wenn er wieder einmal meinte, dass so viele Leute in der Welt so reich sind und er so arm, so dachte er nur an den Herrn Kannitverstan in Amsterdam, an sein schönes Haus, an sein reiches Schiff und an sein enges Grab.
Nach Johann Pefer Hebel
Запитання №4 З однією правильною відповіддю
Запитання №5 З однією правильною відповіддю
Запитання №6 З однією правильною відповіддю
Запитання №7 З однією правильною відповіддю
Запитання №8 На послідовність
Рефлексія від 38 учнів
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