Die goldene Gans
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Es war einmal ein König. Er hatte eine Tochter. Die Prinzessin war schön, sehr schön. Aber sie war immer traurig. Nichts konnte sie lustig machen. Sie lachte nie. Sie weinte und weinte immer. Das machte auch den König traurig. Er fragte seine Minister, seine Hofdamen, seinen Kammerdiener und seinen Koch: „Was soll ich machen?“ Aber jeder sagte: „Ich weiß es leider nicht!“ Kasperle tanzte vor der Prinzessin, machte ihr Komplimente, sang ihr Lieder. Aber das machte sie nicht lustig.
Einmal rief der König: „Achtung! Achtung! Wer will meine Tochter zur Frau bekommen? Kommt alle her und macht sie lustig!“
Da kamen zum Königshof viele Männer: junge und alte, gute und böse, schöne und hässliche, aber niemand konnte die Prinzessin lustig machen. Sie saß am Fenster, weinte und sagte: „Wie dumm! Alles Quatsch!“
Eines Tages kam zum König ein junger Mann. Er wollte hier beim König arbeiten. „Gut“, sagte der König, „du sollst Wasser und Holz in die Küche tragen!“
Der junge Mann hieß Hans. Er war fleißig und arbeitete gut. Einmal ging er in den Wald Holz holen. Im Wald sah er eine alte Frau. Sie trug ein schweres Bündel Holz, und er wollte ihr helfen. Die Frau dankte, und sie gingen zusammen weiter. Bald kamen sie zum Haus der alten Frau. Die Frau sagte: „Du bist ein guter hilfsbereiter Junge. Ich danke dir. Siehst du diese goldene Gans hier? Ich gebe sie dir, und sie macht dich glücklich. Sie ist so schön, und jeder will sie streicheln. Sage dann: „Gans, halt fest!“ Und alle bleiben an der Gans kleben“.
„Danke schön, liebe Frau! Das wird sehr lustig sein!“ Und er geht mit der Gans zum Königshof. Auf dem Wege sieht er viele verschiedene Menschen. Alle wollen die Gans streicheln und kleben fest. Die Prinzessin sieht Hans mit der goldenen Gans und die vielen lustigen Menschen und lacht. So bekommt er die Prinzessin zur Frau und lebt glücklich mit ihr.











