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Paul, der Sohn des Bäckers, und Christian, der Sohn des Schmiedes (коваль), besuchen dieselbe Schule. In der Pause hat einmal Paul gefragt: "Können wir heute Nachmittag zusanmen spielen?" "Natürlich", sagt Christian. "Soll ich dir kommen oder kommst du zu mir?" "Das ist mir einerlei (всеодно). Weißt du was?" hat Christian vorgeschlagen, "wenn ich zuerst mit Essen fertig bin, komm ich zu dir. Wenn du, dann kommst du zu mir. Einverstanden?" "Ja", antwortet Paul.
Und dann sind sie nach Hause gelaufen. Sie wohnen an verschiedenen Enden des Dorfes. Und in diesem Dorf sind zwei Straßen, wo sie gehen können: die Hauptstraßen und die Kirchengasse. Beide sind fast gleich lang. Die Jungen haben aber nicht ausgemacht (не домовилися), welche sie gehen.
Nach dem Essen fragt Paul seine Mutter: "Mutti, darf ich zu Christian gehen?" "Natürlich". Und so ist er losgerannt (помчав), die Hauptstraße entlang.
Und auch Christian hat seine Eltern gefragt: "Darf ich zu Paul gehen?" Vater und Mutter hatten nichts dagegen, und Christian ist gelaufen, die Kirchengasse entlang.
Paul ist zu Christians Eltern gekommen und hat gesagt: "Guten Tag! Ist Christian da?" . "Nein, er ist auf dem Weg zu dir". "Oh", sagt Paul, "dann ist er sicher durch die Kirchengasse gegangen", war die Antwort. "Oh", sagt Christian, "dann ist er natürlich durch die Hauptstraße gegangen. Dort finde ich ihn." Und er ist die Hauptstraße entlang gelaufen.
Unterwegs sehen sie einander aber nicht. Paul kommt wieder heim, aber Christian ist nicht da. Die Eltern sagen ihm, Christian war da und ist wieder gegangen. Der Vater sagt ihm, er soll jetzt zu Hause bleiben, und Christian kommt bestimmt wieder.
Christian kommt auch nach Hause zurück und findet Paul auch nicht. Die Eltern sagen ihm, Paul hat nach ihm gefragt. Christian will wieder fortgehen, aber die Eltern raten ihm auf Paul zu Hause zu warten. So sitzen jetzt beide zu Hause und warten. Eine Zeitlang vergeht, aber sie warten umsonst (даремно).
Paul kann nicht weiter warten und läuft wieder weg. "Welchen Weg soll ich nehmen?", denkt er. "Zuletzt bin ich die Hauptstraße entlang gegangen, und Christian war nicht da. Vielleicht geht er jetzt durch die Kirchengasse".
Auch Christian hat vom Warten genug. Er weiß nicht, welche Straße er gehen soll. Dann zählt er es an seinen Knöpfen ab: "Hauptstraße - Kirchengasse - Hauptstraße - Kirchengasse - Hauptstraße". Der letzte Knopf sagt also "Hauptstraße", und er läuft sie entlang.
Das war wieder falsch. Paul ist an Christians Haus, und Christian an Pauls Haus gekommen, aber sie haben einander wieder nicht gesehen. Da sagt Pauls Vater: "Christian, haben deine Eltern ein Telefon?" "Ja, das haben sie." "Komm mit, wir rufen Paul an", sagt der Bäcker.
So hat der Bäcker Christians Eltern angerufen und Christian hat mit Paul telefoniert.
"Geh die Kirchengasse entlang, so können wir uns endlich treffen", sagt Christian. "Gut, treffen wir uns an der Kirche. Wir machen so: Wer zuerst an der Kirche ust, ja? Sie steht gerade in der Mitte". "Schön", sagt Paul, "ich gewinne!" "Nein, ich!" So rennen (мчать) sie los, die Kirchengasse entlang. Mitten im Dorf müssen sie um die Ecke laufen, und so können sie einander nicht segen. Bums... rennen sie gegeneinander und fallen vor Schreck (від переляку) auf den Boden. Und dann haben sie auf der Straße gesessen und beide laut gelacht. Jeder hatte eine Beule am Kopf, aber jetzt waren sie zusammen.











